Hörminderungen bei Kindern lassen sich oft an bestimmten Symptomen erkennen. Wenn Sie eine Einschränkung vermuten, sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt oder vereinbaren Sie einen kindgerechten Hörtest in unserem Kinderhörzentrum.
- Nicht bestandener Neugeborenen-Hörtest
- Familiäre Veranlagung
- Wiederkehrende oder chronische Mittelohrentzündungen
- Entwicklungsrückstände in der Kommunikation
- Überempfindlichkeit gegenüber Lärm oder auffällig lautes Spielzeug
Auch Lärm kann das Gehör von Kindern schädigen. Laute Geräusche aus Kopfhörern, Spielzeug oder der Umgebung können die empfindlichen Haarsinneszellen im Innenohr schädigen. Weisen Sie Ihr Kind darauf hin, Lärm zu vermeiden und Gehörschutz zu nutzen.
Bereits vor der Geburt entwickeln Babys ihr Gehör. Sie können Stimmen und Musik wahrnehmen und darauf reagieren. Nach der Geburt beginnen sie, ihre Hörfähigkeit weiterzuentwickeln, um Kommunikation zu erlernen.
Die Cochlea eines Neugeborenen ist nach der Geburt genauso empfindlich wie die eines Erwachsenen, doch müssen Babys erst lernen, mit ihrer Hörfähigkeit umzugehen, um die Grundlagen der Kommunikation zu entwickeln. Eine der ersten und einfachsten Hörleistungen, die Sie bei Ihrem Baby beobachten können, ist die Lokalisierung, d.h. die Fähigkeit, die Herkunft eines Klangs zu erkennen. Weil wir mit zwei Ohren (binaural) hören, sind wir in der Lage, Geräusche mit Genauigkeit zu lokalisieren (Richtungshören).
Schreckreaktionen auf laute Geräusche. Wenn Neugeborene ein lautes Geräusch hören, bewegen sie sich in der Regel oder machen die Augen weit auf. Man nennt dies den Schreckreflex. Wenn Ihr Baby ungefähr fünf oder sechs Monate alt ist, können Sie eine echte Lokalisierungsreaktion besser erkennen, indem Sie hinter oder neben ihm leise Geräusche machen, während es geradeaus schaut (vergewissern Sie sich, dass es Sie dabei nicht sehen kann). Ein leises Klappern oder Flüstern sollte Ihr Baby veranlassen, seinen Kopf in Richtung des Geräusches zu wenden.
Beobachten Sie, ob Ihr Kind aufmerksam auf Alltagsgeräusche wie Türglocken, Stimmen oder Musik reagiert. Dies sind wichtige Hinweise auf ein gesundes Hörvermögen.
Fachärzte, Pädaudiologen, Logopäden und speziell ausgebildete Pädakustiker sind Ihre Ansprechpersonen bei Hörminderungen im Kindesalter.
Pädakustiker sind Akustiker, die eine spezielle Ausbildung an der Akademie für Hörgeräteakustik absolviert haben.
Voraussetzungen für diese Ausbildung sind Grundkenntnisse bzw. Erfahrungen auf dem Gebiet der Versorgung hörgeschädigter Kinder. Die Lehrinhalte und Fortbildungen werden permanent durch neue Forschungsergebnisse sowie praktische Erfahrungen komplettiert. Pädakustiker werden damit der besonders anspruchsvollen Thematik der Hörsystemversorgung bei Kindern in hohem Maße gerecht. Dies ist notwendig, da die gesamte psychologische und psychosoziale Entwicklung des hörgeschädigten Kindes durch die Anpassung von Hörsystemen entscheidend geprägt wird.
- Hör- und Sprachentwicklung Ihres Kindes
- Kindgerechten Hörtests und Beratung
- Auswahl und Anpassung passender Hör- und Assistenzsysteme und deren Instandhaltung
- Interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Pädagogen und Ärzten
- Einzelheiten zur Rechtslage und Fördermaßnahmen
Die Versorgung mit Hörsystemen bei Kindern erfordert besondere Sorgfalt. Die Wahl des passenden Systems hängt ab von:
- Grad und Zeitpunkt des Hörverlusts
- Kommunikationsgewohnheiten
- Individuellen Bedürfnissen und Vorlieben
Unsere Hörsysteme bieten maximale Flexibilität und lassen sich individuell anpassen. Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich, um Kindern Freude am Tragen zu bereiten. So unterstützen wir die Entwicklung Ihres Kindes optimal.