Heidrun R. aus Leipzig
Geboren im März 1945, bemerkte man erst im Alter von 15 Jahren, das Heidrun R. über ein eingeschränktes Hörvermögen verfügte. Sie selbst kannte kein anderes Hören und störte sich auch nicht daran. Vermutlich war die Hörschädigung bereits im Mutterleib durch die Lärmeinwirkungen in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges entstanden. Und so erhielt sie als Teenager ihr erstes Hinter-dem-Ohr-Hörgerät.
Als das Gehör in den letzten Jahren weiter an Kraft verlor, empfahlen HNO-Arzt und Hörakustiker die Versorgung mit aktuellen Hörsystemen: in den neuen Möglichkeiten zur Anpassung und zum Training des Sprachverstehens läge ein großes Potential für ihre Hörsituation. Nun folgten die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Höralltag, den eigenen Hörzielen und eine umfassende messtechnische Überprüfung des Hörvermögens. All das bildete die Grundlage für die Anpassung von Hörsystemen auf unterschiedlichen Leistungsstufen. Denn Heidrun R. wollte erfahren, welche Ausstattung in Ihrem Höralltag tatsächlich einen Nutzen bringt.
Das erste Probetragen war sehr interessant, denn sie hörte plötzlich besser und auch lauter. Mein Höralltag wirkte auf einmal sehr temperamentvoll. Nach einigen Tagen wagte sie den Sprung in die nächste Leistungsstufe und wurde überrascht: hier konnte sie ein noch besseres Hören - vor allem wenn viele durcheinander „quasselten“ - erleben. Für den umfassenden Überblick über alle Möglichkeiten trug sie ein weiteres, noch leistungsfähigeres Hörsystem zur Probe. „Und hier ging die Sonne für mich auf“. Es war ein wunderbares Hören, so etwas hatte sie noch nie erlebt: sie hörte Vögel zwitschern, die Uhr ticken, Menschen, die sich auf der Straße unterhielten und viele Geräusche, die sie bisher nicht wahrgenommen hatte. Heidrun R. testete zu diesem Zeitpunkt ein Hörgerät mit einem „breiteren Hörbereich“. Nach einigen Tagen Probezeit hat sich Heidrun R. dann für das zuletzt getestete Hörsystem entschieden und dies noch keinen einzigen Tag bereut.